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SPD Neutraubling.

G9 Schüler und Schülerinnen fürchten um Chancengerechtigkeit bei der Notengebung :

Bildung

G9 Schüler und Schülerinnen fürchten um Chancengerechtigkeit bei der Notengebung
MdL Margit Wild hat bei der Bayerischen Staatsregierung nachgefragt.

G9 Schülerinnen und Schüler aus Neutraubling und dem Landkreis Regensburg, haben sich in ihrer Sorge an die Landtagsabgeordnete Margit Wild, Mitglied des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag, gewandt.

Durch eine Ungleichbehandlung bei der Benotung zwischen G9 und G8, könnten sich ihrer Meinung nach für G 9 Schüler wesentlich schlechtere Bedingungen für den Einstieg an die Universitäten und ins Berufsleben ergeben.
Nächstes Jahr strömt die doppelte Anzahl an Abiturienten auf den Arbeitsmarkt und an die Universitäten. Alleine aus dem Landkreisgymnasium Neutraubling werden dies bereits mehr als 300 Schülerinnen und Schüler aus G 8 und G 9 sein. Der letzte Jahrgang des G 9 trifft auf den ersten Jahrgang des G8 – dadurch entsteht ein „doppelter Abiturjahrgang“, auf den sich insbesondere die Universitäten zurzeit fieberhaft vorbereiten.

Auch die SPD-Landtagsabgeordnete Margit Wild befürchtet eine Benachteiligung der G9-Schüler in diesem Jahr, die sich in den Abiturnoten äußern und damit die Chancen der G9-Abiturienten auf einen Arbeits-oder Studienplatz schmälern könnte. „ Es findet bereits jetzt eine Ungleichbehandlung statt, was die Notengewichtung anbelangt“, so die Abgeordnete. Konkret würden bei der Berechnung der abiturrelevanten Halbjahresnoten der G8-Schüler sog. „große und kleine Leistungsnachweise“ gleich gewertet; dabei beständen erstere vor allem aus schriftlichen, letztere vor allem aus mündlich erbrachten Prüfungsleistungen. Bei den G9-Schülern hingegen würden schriftliche und mündliche Leistungen im Verhältnis 2:1 gewichtet.

Auf die schriftliche Anfrage der Landtagsabgeordneten hin, gab sogar das Kultusministerium zu, dass sich diese unterschiedliche Berechnung der Durchschnittsnote „tendenziell verbessernd“ auswirke. Demnach würden die G8-Schüler gegenüber ihren Mitschülern im G 9 bevorzugt. „Der Kultusminister behauptet, dass diese Ungerechtigkeit bei den Abiturprüfungen ausgeglichen werde“, so die Abgeordnete. Darauf möchte sie allerdings nicht vertrauen. Schließlich gebe es keine Anhaltspunkte, die dafür sprächen, dass die Abiturprüfung im G 8 schwerer sein werde, als diejenige im G 9. „Es ist nicht auszuschließen, dass die Endnoten der G8-Schüler besser sind als die ihrer Mitschüler, meint Wild, schließlich könnte dies in der Zukunft als Argument für einen Erfolg des G 8 dienen. Das wäre dann Bildungspopulismus auf dem Rücken der Schüler“, so Margit Wild.

Gabriele Drallmer
1. Ortsvereinsvorsitzende
SPD-Neutraubling

 

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