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SPD Neutraubling.

Den Weg vom Apfel bis zum natürlichen Saft in der Flasche wollten wir bei der Privatkelterei Nagler in Regensburg mit verfolgen. Der Seniorchef, Herr Konrad Nagler, empfing seine Gäste persönlich und führte uns durch sein Traditionsunternehmen, das es nun schon seit 81 Jahren in der dritten Generation seiner Familie gibt, wie er uns zu Anfang nicht ohne Stolz mitteilte.

Jeder weiß heute, wie wichtig Vitamine und Mineralstoffe für unsere Ernährung sind. Die Natur hat den Früchten diese Nährstoffe gegeben. Das Wichtigste bei der Verarbeitung der Früchte ist, dass diese erhalten bleiben. So verzichtet die Privatkelterei gänzlich auf künstliche Aroma- und Farbstoffe sowie Konservierungsstoffe. Die Fruchtsäfte werden lediglich auf 80 Grad erhitzt und dann heiß sofort in Glasflaschen abgefüllt.

Das Unternehmen setzt auf natürliche Rezepturen: Motto „weniger ist mehr“. Natürlicher Apfelsaft sieht auch nicht immer gleich aus, manchmal ist er heller, manchmal dunkler.  Auch andere Säfte haben dabei ihre Besonderheiten, informierte Konrad Nagler. Kurz gesagt: „Mutter Natur lässt Schwankungen auftreten“. Die Privatkelterei Nagler hat sich dazu entschieden, diese nicht durch technische oder chemische Hilfsmittel auszugleichen.

Die Kelterei Nagler in Regensburg hat sich einem Leitsatz bei der Beschaffungsstrategie seiner Früchte verschrieben. „So nah wie möglich“. Im Klartext heißt das, dass Fa. Nagler dort, wo man auf heimisches Obst zurückgreifen kann, immer dieses Obst bevorzugt. Man nimmt bei der Rohstoffbeschaffung immer den kürzesten Weg, um die Natur und unsere Heimat zu schonen. Bei manchen Früchten ist dies leider nicht möglich, da sie hier nicht wachsen oder zu wenig sind. Hier verlässt man sich dann auf die geprüften, langjährigen Partner, die die hohen Qualitätsansprüche des Unternehmens kennen. Darüber hinaus ist die Privatkelterei Nagler Mitglied der SGF. Diese drei Buchstaben stehen für SURE-GLOBAL-FAIR.

Die Fa. Nagler kümmert sich aktiv um den Obstbestand in der Region, indem man ständigen Kontakt mit den Obst und Gartenbauvereinen (OGV) hält und neue Streuobstwiesen-Projekte unterstützt. In den letzten Jahren konnte auf diesem Gebiet einiges erreicht werden. Nach langjährigen Rodungen werden erstmals wieder Bäume gepflanzt. Diese neuen „Obstbauern“ sind für unsere Heimat von großer Bedeutung. Die Privatkelterei Nagler hat sich in ihren Leitlinien verpflichtet, für Natur und Kultur in unserer Heimat einzutreten. Sie tut dies zum Beispiel in einer Partnerschaft mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV). Gemeinsam wurde eine Streuobstinitiative gegründet, die den Streuobst-Anbau im Großraum Ostbayern fördert. Im Moment geht von dieser Initiative die Kartierung der Streuobstbestände im Großraum Regensburg aus. Diese wird Grundlage sein für eine gezielte Anlage neuer Wiesen und für eine Pflegeempfehlung bestehender Obstgärten.

Nach den wertvollen Informationen folgte der Rundgang durch die hochtechnisierte Produktionsstätte. Er beeindruckte alle Anwesenden ganz enorm. Niemand hätte High-Tech in diesem Ausmaß vermutet. So können sage und schreibe 7.000 Liter Fruchtsaft in der Stunde abgefüllt werden. Auch über die  riesigen Edelstahltanks, in denen zwischen ca. 19.500 und 31.000 Liter Saft pro Behälter gelagert werden können, staunte man nicht schlecht. Ein Highlight besonderer Art war auch der Abstieg ca. sieben Meter hinab in die 150 Jahre alten Kellergemäuer und Gewölbe, die, wie Herr Nagler uns erzählte, ursprünglich als Bierkeller für die Regensburger Brauereien dienten.

Veröffentlicht am 22.10.2014

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